Das Wichtigste in Kürze:
- Die schlechte Nachricht: Cyberangriffe auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nehmen zu. Die gute Nachricht: KMUs und Mittelständler können Cyber-Risiken als Geschäftsrisiken mindern.
- Regulierungsbehörden und Geschäftspartner fordern zunehmend Cybersecurity. Daher ist die Schulung des Sicherheitsbewusstseins ein zentraler Bestandteil einer umfassenden Sicherheitsstrategie, die technische und organisatorische Massnahmen umfasst.
- Security Awareness Training kann zwar nicht alle Vorfälle verhindern, aber das Risiko menschlichen Versagens – eine Hauptursache für Vorfälle – verringern.
- Eine Investition in Security Awareness Training gleicht einer Versicherung: Beide schützen dein Unternehmen. Schulungen beugen Schäden vor, während Versicherungen Schäden abdecken.
- Befähige deine Mitarbeiter, die Widerstandsfähigkeit deines Unternehmens durch Sicherheitsschulungen zu erhöhen. Stelle sicher, dass die Schulungen schnell, ansprechend und fortlaufend sind. Integriere sie in die täglichen Arbeitsabläufe und Tools, um gute Cybersicherheitsgewohnheiten zu fördern.
- Eine solche Lösung haben wir entwickelt mit dem egghead, dem digitalen Assistanten für Cyber Security Awareness. Schau sie dir an.

Halte dein Unternehmen im Geschäft
Wir verstehen das. Als Inhaber eines Kleinunternehmens wissen wir, dass alles, was nicht zum Kerngeschäft gehört, als Ablenkung erscheint. Doch was ein Unternehmen wirklich bremst, ist eine Unterbrechung.
Stell dir vor, du könntest nicht auf deine Computersysteme oder Daten zugreifen. Das könnte existenzbedrohend sein. Viele Unternehmen sind nach Cyberangriffen in Konkurs gegangen (z. B. Prophete, KNP Logistics, Travelex, Cloud Nordic, Swiss Windows).
Deshalb ist Prävention notwendig. Ein Schlüsselelement: Cybersecurity Awareness Training. Es hilft deinem Unternehmen, Cyberrisiken zu widerstehen.
Cyber-Risiken sind Teil des Geschäftslebens
Als kleines Unternehmen interagierst du täglich mit deinem Team, Kunden, potenziellen Kunden, Anbietern, Behörden und vielen anderen. Unternehmen arbeiten nicht in Blasen.
Digitale Kommunikationskanäle sind unerlässlich, um Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Du musst das Internet und E-Mail nutzen, um in Verbindung zu bleiben und erreichbar zu sein.
Diese Tools sind nützlich, machen dein Unternehmen aber auch angreifbar. Böswillige Akteure nutzen diese Kanäle für Betrugsversuche.
Solange Menschen Computer und Anwendungen nutzen, sind wir Ziele. Jeder gute Hacker weiss, dass es einfacher ist, Menschen zu hacken als Systeme. Der FBI-Bericht über Internetkriminalität zeigt, dass Phishing die häufigste Form der Kriminalität ist (Quelle). Gut neun von zehn Cybersicherheitsvorfällen gehen auf menschliche Fehler zurück (Quelle).
Mit anderen Worten: Cyberrisiken sind unvermeidlich. Die gute Nachricht: Du kannst etwas dagegen tun.
Die Risiken für KMUs nehmen zu
Zwei aktuelle Erkenntnisse:
- 94% der KMUs haben mindestens einen Cyberangriff erlebt (Quelle).
- Gemäss KPMG sind in Deutschland gut ein Drittel der Unternehmen Opfer von Cyberattacken geworden (Quelle).
- Ein Angestellter in einem kleinen Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern ist 350% mehr Social-Engineering-Angriffen ausgesetzt als ein Angestellter in einem größeren Unternehmen (Quelle).
Gründe für diese Entwicklung
KMUs haben begrenzte Ressourcen. Im Gegensatz zu grossen Unternehmen fehlt es ihnen oft an Zeit, Mitarbeitern oder Geld, um in Cybersicherheitsmassnahmen zu investieren.
Seit der Pandemie haben größere Organisationen ihr Risikobewusstsein geschärft und erhebliche Anstrengungen unternommen, um ihre Widerstandsfähigkeit zu verbessern (Quelle).
Heute verfügen grosse Unternehmen über ausgefeilte Sicherheitsmassnahmen, kleine Unternehmen hingegen nicht. Laut Europol sind KMUs aufgrund dieser geringeren Cyberabwehr zunehmend Zielscheiben (Quelle).
KMUs dienen auch als Einfallstor für grössere Angriffe auf die Lieferkette, die die Systeme ihrer größeren Kunden hacken wollen (Quelle).
Ein unterentwickeltes Risikobewusstsein und eine schwache Sicherheitskultur stellen oft eine grosse Gefahr dar. Vermeide die folgenden Fallen.
5 verbreitete Missverständnisse unter KMUs über Cybersicherheitsschulungen
Nur 37% der Inhaber kleiner Unternehmen befürchten, dass ihr Unternehmen innerhalb der nächsten 12 Monate Opfer eines Cyberangriffs wird (Quelle).
Unter den verbleibenden zwei Dritteln sind folgende falsche Vorstellungen weit verbreitet:
- „Bei uns gibt’s nichts zu holen““
Ein gefährlicher Irrglaube. Alle Daten haben einen Wert und können ausgenutzt werden. Selbst wenn du keine Finanzdaten speicherst, können persönliche Daten für Identitätsdiebstahl oder als Einfallstor für grössere Ziele verwendet werden. - „Es ist ein technisches Problem, das die IT mit Technik lösen kann“
Cybersicherheit betrifft das gesamte Unternehmen und ist ein Thema des Risikomanagements, für das die Unternehmensleitung verantwortlich ist. Wird die Cybersicherheit ausschliesslich an die IT-Abteilung delegiert, kann dies zu einem falschen Sicherheitsgefühl führen (Quelle). - „Wir fallen nie auf einen Betrug herein“
Selbst die technisch versiertesten Mitarbeiter können durch ausgeklügelte Phishing-Versuche getäuscht werden. Regelmässige Schulungen und Tests sind unerlässlich. - „Es ist nur ein Compliance-Thema“
Ziel sollte es sein, eine sicherheitsbewusste Kultur zu schaffen, die über das blosse Abhaken von Pflichtübungen hinausgeht. - „Niemand mag es“
Schulungen können interessant und relevant gestaltet werden. Nutze interaktive und praxisnahe Inhalte, um das Engagement zu erhöhen.
So führst du Cybersicherheitsschulungen für kleine Unternehmen durch
Denk daran, dass es sich nicht um einen IT-Kurs handelt. Deine Mitarbeiter müssen keine IT-Experten werden, sondern die Grundprinzipien der Cybersicherheit verstehen und potenzielle Bedrohungen erkennen.
Konzentriere dich auf die wesentlichen Risiken
Schulungen sollten die wichtigsten Risiken ohne Schnickschnack behandeln. Eine Übersicht über mögliche und essentielle Themen findest du hier.
Hol dir Expertenwissen, das du individuell anpassen kannst
Nutze vertrauenswürdige und aktuelle Inhalte, die du an deine Bedürfnisse anpassen kannst.
Halte es so kurz wie möglich
Schulungen müssen kurz und prägnant sein, um die wichtigsten Informationen in wenigen Minuten zu vermitteln. So viel wie nötig, so wenig wie möglich.
Relevant und fesselnd gestalten
Zeige den Mitarbeitern, dass die Schulung auch im Privatleben nützlich ist. Halte den Inhalt einfach, interaktiv und praxisnah.
Sicherheit das ganze Jahr über im Blick behalten
Jährliche Schulungen zum Sicherheitsbewusstsein bewirken selten eine nachhaltige Verhaltensänderung. Dafür gibt es zwei Hauptgründe:
- Erstens kann das menschliche Gehirn nicht zu viele Informationen auf einmal verarbeiten.
- Zweitens vergessen Menschen etwa 90% des Gehörten innerhalb einer Woche. Deshalb sind regelmässige Wiederholungen und Erinnerungen unerlässlich, um wachsam zu bleiben (erfahre mehr über Refresher Training).
Da sich Cyberangriffe ständig weiterentwickeln, müssen auch die Schulungen zum Sicherheitsbewusstsein Schritt halten.
Oder wie Salesforce Co-CEO Marc Benioff sagt:
„Es gibt keine Ziellinie, wenn es um Sicherheit und Social Engineering geht“.
Webe Schulungen nahtlos in die Arbeit ein
Nutze bestehende Kommunikationskanäle und integriere Schulungen in den Arbeitsalltag.
Just-in-Time-Unterstützung
Ein digitaler Assistent wie egghead vermittelt nicht nur proaktiv Wissen, sondern steht auch zur Verfügung, wenn Mitarbeiter schnelle Antworten benötigen.
Lohnt sich das Cyber Security Awareness Training für KMUs?
Alles kann schiefgehen, und manche sagen, es wird auch so kommen. Um zu verstehen, wie sich Investitionen in Sicherheitsschulungen auszahlen, sollten wir uns klarmachen, was auf dem Spiel steht. Bei einem Sicherheitsvorfall oder Datenverlust drohen:
- Einkommensverluste, weil das Unternehmen stillsteht,
- Kosten, um die Systeme wiederherzustellen,
- Anwaltskosten bei rechtlichen Auseinandersetzungen und
- Rufschädigung, die das Vertrauen bestehender Kunden untergräbt und potenzielle Neukunden abschreckt.
Die durchschnittlichen Kosten solcher Vorfälle reichen von Zehntausenden bis zu Millionen von Euro oder Franken. In einigen Fällen kann dies sogar zur Schliessung des Unternehmens führen.
Es steht also viel auf dem Spiel.
Schulungen zur Cybersicherheit können zwar nicht garantieren, dass diese Szenarien nie eintreten, aber sie verringern die Wahrscheinlichkeit. Vergleicht man die kostspieligen Schäden, die ein Vorfall verursachen kann, ist die Investition in Schulungen für kleine Unternehmen gering.
Einfach gesagt: Es lohnt sich.
Neben den finanziellen Aspekten wird Cybersicherheit zunehmend zur Sorgfaltspflicht. Sie zeigt Geschäftspartnern, dass sie deinem Unternehmen vertrauen können, ihre Daten sicher zu behandeln, und dass dein Unternehmen nicht das schwächste Glied in ihrer Lieferkette ist.
Darüber hinaus gibt es eine regulatorische Dimension. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und das Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) verlangen, dass die Datensicherheit gewährleistet ist. Wenn dein Unternehmen in Europa unter die NIS2-Richtlinie fällt, bist du verpflichtet, strenge Sicherheitsmassnahmen zu ergreifen.
Zusammengefasst: Eine Schulung zur Cybersicherheit lohnt sich für kleine Unternehmen. Sie wirkt wie eine Versicherung, die dein Unternehmen schützt.
Informiere dich bitte über unsere Lösung für Mitarbeiterschulungen zur Cybersicherheit und nimm mit uns Kontakt auf.